Betreuung für Alleinerziehende mit Fragezeichen

Veröffentlicht am 11.05.2012 in Familie und Jugend

Den im Interview der MZ mit Frau Pohle (Stadtelternbeirat Halle) gemachten Vorschlag zur Novelle des Kinderfördergesetzes  Sachsen-Anhalt (KiFöG), den Rechtsanspruch für alle Kinder lediglich auf 40 Stunden pro Woche festzuschreiben, lehnt der der SPD Stadtvorstand ab.

Dr. Katja Pähle, Stadtvorsitzende der SPD und Mitglied des Landtages, sagte: "Diese Position des Stadtelternbeirats trägt den Bedürfnissen von Alleinerziehenden nur unzureichend Rechnung, denn ein Rechtsanspruch von 40 Stunden Betreuungszeit im Kindergarten ist nicht ausreichend."

Geht man von einer Normalbeschäftigung aus - die 40 Stunden pro Woche beträgt - und rechnet man die Fahrtzeiten von der Arbeitsstelle zum Kindergarten ein, können Eltern mit einer Betreuungszeit von 40 Stunden nicht auskommen. "Gerade Alleinerziehende brauchen unsere Unterstützung, damit sie Beruf und Familie unter einen Hut kriegen" sagt Kay Senius, Oberbürgermeisterkandidat der SPD, dazu. "Ihnen lediglich Möglichkeitsregelungen anzubieten, ist hier das falsche Signal."

In den nächsten Wochen und Monaten wird die Diskussion über die Novelle des Kinderfördergesetzes weitergehen und sicherlich werden noch einige Veränderungen am Gesetzentwurf vorzunehmen sein. "Wichtig ist dabei nur, dass ein Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessengruppen - Erzieher, Eltern, Träger und vor allem den Kindern - geschieht und eine Regelung gefunden wird, die an erster Stelle gleiche Teilhabechancen für aller Kinder ermöglicht“, so Pähle und Senius gemeinsam.

 
 

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