Demokratiebildung und gute Arbeit des Studentenwerks in Halle

Veröffentlicht am 29.03.2012 in Soziales

Der Arbeitskreis Finanzen und Infrastruktur war gestern zu Besuch in Halle. Dabei besuchten die Abgeordneten Krimhild Niestädt, Katja Pähle, Thomas Felke, Matthias Graner besuchen das Zentrum für Sozialforschung Halle e.V., das Studentenwerk Halle sowie das Landesrechenzentrum Halle.

 

Im Zentrum für Sozialforschung Halle stand zunächst ein Gespräch mit Prof. Dr. Holtmann und Prof. Dr. Wuschig zu dem Thema Bildung von Demokratieverständnis in der Gesellschaft auf dem Programm. Im Doppelhaushalt 2012/2013 wurden auf Betreiben der SPD  je 342.000 Euro für die Einrichtung eines Forschungsschwerpunkt Demokratiepolitik am Transferzentrum Demokratieforschung und Demokratiepolitik eingestellt. Der Forschungsschwerpunkt soll sich mit bürgerschaftlichen Engagement von Jugendlichen befassen. Junge Menschen sollen politische Strukturen erfahren. Dies soll helfen ein ausgeprägtes Demokratieverständnis zu bilden.

Ein Projekt im Rahmen des Forschungsschwerpunktes soll die politische Bildung von Schülern sein. Sie sollen mit einem Planspiel „Dorfgründung“ den Umgang mit Politik lernen und damit ihre Verantwortung für die Gesellschaft stärken.

„Das Heranführen der Jugendlichen über Planspiele ist ein gutes Mittel Wissen über Politik zu vermitteln, ohne dass dies staubtrocken sein muss“, lobte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Krimhild Niestädt das Projekt. „Wer sich politisch interessiert und bürgerschaftlich engagiert, tritt für die Grundwerte unserer Gesellschaft ein und lässt sich nicht von braunen Unholden einfangen.“ Der hallesche Abgeordnete Thomas Felke ergänzt: „Demokratiebildung muss eigentlich schon in den Kindergärten ansetzten. Den Kindern muss das Verständnis für Vorgänge in der Gesellschaft vermittelt werden, auch wenn sich den Kindern natürlich noch nicht alle Zusammenhänge erschließen können.“

Beim Studentenwerks Halle besichtigten die Abgeordneten die Heidemensa, die 2011 durch das Studentenwerk Halle neu errichtet und die mit 4,3 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket II und mit 0,6 Mio. Euro aus Eigenmitteln des Studentenwerks Halle finanziert wurde. Darüber hinaus betonte der Studentenwerkgeschäftsführer Dr. Thom die sonstigen Leistungen, die das Studentenwerk erbringt. So stellt es insgesamt kostengünstige Studentenwohnungen in 28 Wohnheimen zur Verfügung. Insgesamt werden 30.000 Studenten an 5 Hochschulstandorten durch das Studentenwerk betreut. Dazu werden zum überwiegenden Teil eigen Mitteln erwirtschaftet. Nur zu einem kleinen Teil ist das Studentenwerk auf Zuschüsse des Landes angewiesen.

„Die Studentenwerke sind ein wichtiger Dienstleister für die Studierenden“, erklärte Matthias Graner, Mitglied im Finanzauschuss,. „Als Land freut uns besonders, dass sie das mit geringeren Zuschüssen aus dem Landeshaushalt schaffen.“

Dr. Katja Pähle, wissenschaftspolitische Sprechern der Fraktion, würdigte zudem die soziale Betreuung durch das Studentenwerk. „Sie ist ein immens wichtiger Faktor für die Studierenden, auch und gerade wenn sie aus dem Ausland kommen. Zudem haben die Mensen im Bereich der Ernährungserziehung einen Auftrag, den ein wirtschaftlich arbeitender Fastfoodstand nicht erfüllen kann. Die SPD unterstützt ausdrücklich die Arbeit der Studentenwerke.“

 
 

Links

Besucher:886606
Heute:23
Online:1