Hochschulwahl: Juso-Hochschulgruppe erringt zwei von vier Sitzen im Akademischen Senat der Uni Halle

Veröffentlicht am 19.05.2011 in Wahlen

Bei den diesjährigen Hochschulwahlen hat die Juso-Hochschulgruppe zwei der vier studentischen Mandate im Senat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erringen können. Die Senatsliste der Juso-Hochschulgruppe erhielt dabei rund 1800 der insgesamt rund 7500 abgegebenen Stimmen und kam damit auf 24 Prozent. Die Grüne Hochschulgruppe erhielt mit knapp 17 Prozent ebenso wie die Liste "Piraten/42" mit 11 Prozent einen der übrigen Plätze.

Die Juso-Hochschulgruppe war mit einer breiten Liste von Kandidatinnen und Kandidaten angetreten, die aus insgesamt sieben der zehn Fakultäten der Uni Halle kamen und deckte damit von allen Listen den größten Teil der Universität ab - wohl ein Grund für das gute Ergebnis. Die besten Ergebnisse der Hochschulgruppe erzielten Anika Knüppel und die seit bereits zwei Jahren amtierende Senatorin Tina Fuhrmann. Problematisch war wie so oft zuvor die Wahlbeteiligung, die im Gegensatz zum letzten Jahr erheblich gesunken ist. Darüber hinaus gab es für einige Gremienwahlen an bestimmten Fakultäten nicht einmal mehr Kandidatinnen und Kandidaten. Die studentische Selbstverwaltung scheint hier vor einem großen Problem zu stehen. Es gelingt immer weniger, die Studierenden für die Belange der Hochschule zu interessieren, obwohl sie ein großes Interesse an der studentischen Mitbestimmung in den Gremien der universitären Selbstverwaltung haben sollten. Viele Probleme können dort - im Senat und in den Fakultätsräten, unterstützt durch Studierendenrat, Fachschaftsräte und Institutsgruppen - gelöst werden. Sind allerdings keine Studierenden da, die auf Probleme hinweisen, geht eine wichtige Schnittstelle zwischen Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeitern und Studierenden verloren. Alle Hochschulgruppen sind nun gefragt, an diesem Problem gemeinsam zu arbeiten. Die Tatsache, dass verschiedene Hochschulgruppen aber nicht einmal am Wahlinfoabend des Studierendenrates teilgenommen hatten, darunter die namhafte Grüne Hochschulgruppe, macht wenig Hoffnung.

 
 

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