SPD-Stadtvorstand: Thomas Keindorf gebührt kein Applaus

Veröffentlicht am 13.05.2011 in Landespolitik

Der Stadtvorstand der SPD Halle (Saale) kritisiert den halleschen Landtagsabgeordneten Thomas Keindorf (CDU) für sein Verhalten im Zusammenhang mit der Annahme seiner Abgeordnetenbezüge für März 2011. Aus Sicht der SPD Halle (Saale) ist es zwar zu begrüßen, dass Keindorf seine Bezüge für März 2011 nicht behalten will. Mit der Absicht zur Spende für Vereine in seinem Wahlkreis bekommt die Angelegenheit jedoch einen seltsamen Beigeschmack. So erhält Keindorf für seine Spenden voraussichtlich Quittungen, von denen er (!) steuerlich profitiert. Eine Schenkung wäre hier angebrachter.

„Außerdem ist es höchst bedenklich, wenn Herrn Keindorf versucht aus seinem eigenen Fehlverhalten in seinem Wahlkreis Profit zu schlagen. Dafür gebührt ihm kein Applaus“, so Thomas Wünsch (Bild), stellvertretender Vorsitzender der SPD Halle (Saale). „Herr Keindorf wäre gut beraten gewesen, seine Bezüge einem landesweit tätigen Verein zu übergeben. Nun aber bleibt ein sehr fader Beigeschmack. Von einer einwandfreien Abwicklung eines – von ihm selbst so bezeichneten – Fehlers kann also keine Rede sein“, so Wünsch weiter. Schließlich handelt es sich bei den Abgeordnetenbezügen um Geld des Landes, dass für die Pflege des Wahlkreises so nicht vorgesehen ist. Alle Neu-Parlamentarier in den Reihen der Fraktionen von SPD, DIE LINKE und Bündnis90/Die Grünen hatten nach der Wahl am 20. März 2011 ihr Mandat erst mit Ablauf des Monats März angenommen.

 
 

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