Umleitungsstrecken für die A 14 im Raum Halle - MdL Thomas Felke fordert Überprüfung

Veröffentlicht am 21.07.2010 in Verkehr

Bereits im Juni 2006 hatte sich der Ausschuss für Landesentwicklung und Verkehr mit den Bedarfsumleitungen für die A 14 im Raum Halle befasst. Auslöser damals war ein ca. 10-stündiger „Megastau“ nach einem LKW-Unfall und die Auswirkungen dessen auf den Umleitungsstrecken durch das hallesche Stadtgebiet. In der Ausschusssitzung wurde damals von Seiten der Vertreter des Ministeriums erklärt, dass die Verkehrslenkung durch die Stadt bei Unfällen zwischen der Anschlussstelle Halle - Trotha und Halle - Tornau nahezu alternativlos sei. In den zurückliegenden Tagen kam es dann aber am 01.06.10 und am 08.06.10 abermals zu schweren LKW-Unfällen in dem betreffenden Abschnitt. Während im ersten Fall ca. 15 Stunden der Verkehr auf den Umleitungsstrecken und damit der Stadtverkehr in Halle massiv beeinträchtigt wurden, waren es im zweiten Fall immer noch 6 Stunden. Der hallesche SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Felke, der im Landtag Vorsitzender des Ausschusses für Landesentwicklung und Verkehr ist, fordert deshalb vom Ministerium eine Überprüfung der Umleitungsregelung.

Zu der derzeitigen Häufung von Unfällen trage, so Thomas Felke in einem Schreiben an Verkehrsminister Dr. Daehre, sicher der Umstand von Baustellen im genannten Abschnitt bei. Dagegen stehe aber, dass Baustellen auch in den kommenden Jahren zu erwarten seien, dass die Topografie des Abschnitts zu besonderer Aufmerksamkeit zwinge, dass der LKW-Verkehr weiter anwachse und dass eine grundsätzliche Verbesserung der Situation durch den Ringschluss über die A 143 noch auf unbestimmte Zeit auf sich warten lasse. Sowohl in der Vorbesprechung zur Ausschusssitzung des Ausschusses für Landesentwicklung und Verkehr am 09.06.10 als auch in der Ausschusssitzung selbst hatte Thomas Felke deshalb dieses Problem noch einmal thematisiert. Seiner Meinung nach sollte noch einmal eine detaillierte Prüfung bzgl. anderer Umleitungsstrecken durchgeführt werden. Nach seiner Einschätzung böte es sich an, folgende Punkte näher zu untersuchen:

  • Frühzeitige Umlenkung des Verkehrs von der A 14 bereits ab der Anschlussstelle Löbejün,
  • Streckenführung über Löbejün, Wieskau, Werderthau, Ostrau und Zörbig zur A 9,
  • oder ab Ostrau über Rieda, Brachstedt, Oppin zur Anschlussstelle Tornau auf der A 14.

Auch wenn es dabei z. T. enge Ortsduchfahrten gebe und zwei Ampeln auf der letzten Strecke zu berücksichtigen wären, sollte diese Streckenführung noch einmal geprüft werden, so Thomas Felke. Sinnvoll sei zudem, eine Splittung der Umleitungsverkehre zu untersuchen. So könne z.B. der Verkehr von LKW über 7,5 t auf einer Trasse und der PKW- bzw. Kleintransporterverkehr auf der alten Strecke geführt werden.

 
 

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