Stadtparteitag 2013

„Nein!“ zum sogenannten Familienstandsdarlehen (Beschluss L9)

Die SPD Sachsen-Anhalt lehnt das sogenannte Familienstandsdarlehen der CDU Sachsen-Anhalt ab und wird dieses Modell oder auch ähnliche Konstruktionen nicht unterstützen bzw. mittragen.

Die SPD Sachsen-Anhalt missbilligt

  • das sogenannte Familienstandsdarlehen in seiner Grundkonzeption der Vergabe von zinslosen Darlehen an junge Ehepaare und die Möglichkeit des späteren „Abkinderns“ durch Erlass eines Teils der Darlehnssumme pro in der Ehe geborenem Kind;
  • die Diskriminierung homosexueller Partnerschaften, in denen auch Kinder zur Familie gehören können, sogenannte Patchwork-Familien, Alleinerziehende und unverheiratete Paare, ebenso wie die älterer Paare über 35 Jahre;
  • die Fixierung auf ein bestimmtes Familienmodell (Vater, Mutter und x Kinder).

Die SPD Sachsen-Anhalt fordert:

Kinder dürfen nicht zu einer Ware werden die einen finanziellen Vorteil einbringen. Stattdessen ist das Geld in eine gute, flächendeckende Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung zu investieren, die allen Kindern und nicht nur jenen von verheirateten Paaren zugutekommt. Zudem müssen die Lebensrealitäten junger Menschen heutzutage anerkannt werden, die durch hohen Druck und Unsicherheiten in der Ausbildung und dem Start in das Berufsleben immer später die Entscheidung für eine Familie fällen und immer flexibler bezüglich ihres Wohnortes sein müssen. Dieser Druck ist durch geeignete Maßnahmen zu senken. In Sachsen-Anhalt müssen gute Bedingungen für junge Familien geschaffen werden einschließlich guter, sicherer Arbeitsplätze für die Eltern. Dies fördert Familien in unserem Land besser als jede Kinderprämie.


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