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STADT DER BILDUNG – VON ANFANG AN

Über 15.000 Kinder besuchen derzeit eine der über 130 Kindereinrichtungen in kommunaler oder freier Trägerschaft. Die Auslastung liegt bei 95 Prozent. Faktisch sind damit ausreichend Kitaplätze vorhanden. Jedoch finden nicht alle Familien einen Platz in ihrem Wohnumfeld. Gerade in den innenstadtnahen Wohngebieten entsprechen die Angebote nicht immer der dortigen Nachfrage.

Schulschließungen wegen fehlender Schülerzahlen waren in den vergangenen Jahren keine Seltenheit. Mittlerweile ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler wieder gestiegen. So besuchen aktuell rund 20.000 Mädchen und Jungen die allgemeinbildenden Schulen. Und über 20.000 Studierende sind an den drei Hochschulen in der Stadt immatrikuliert.

In Halle hat sich eine vielfältige Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungslandschaft entwickelt – ein Motor für die weitere Stadtentwicklung. Als treibende Kraft sind hier die Hochschulen herauszustellen, die das Lebensgefühl und die Lebensqualität in unserer Stadt prägen. Sie schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern stellen auch eine wichtige Rahmenbedingung für Investitionen im produzierenden Gewerbe dar – eine wesentliche Grundlage für eine wachsende Wirtschaftskraft und weitere gut bezahlte Arbeitsplätze. So können sich die sozialen Verhältnisse in unserer Stadt nachhaltig verbessern. Bildung ist dafür eine wichtige Voraussetzung.

Unser Anspruch:

  • Das Angebot an Kindertagesstätten wird attraktiv bleiben. Angesichts der steigenden Nachfrage werden vor allem zusätzliche Kinderbetreuungsplätze in der Innenstadt geschaffen.
  • In Gesprächen mit den Trägerinnen und Trägern der Kitas werden wir flexiblere Betreuungszeiten anregen, beispielsweise Öffnungszeiten in den Abendstunden, damit Eltern, insbesondere Alleinerziehende, Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren können.
  • Es wird ein Kinderbetreuungsportal eingerichtet, das den Eltern erste Informationen über das gesamte Kinderbetreuungsangebot in Halle, von der Tagesmutter bis zur Kita, bietet. Auch verfügbare Platzkapazitäten werden übersichtlich dargestellt.
  • Im Grundschulbereich gilt weiterhin: „Kurze Beine – kurze Wege“. In den kommenden Jahren wird der Bedarf an weiterführenden Schulen steigen. Deshalb wird eine neue weiterführende Schule in der Innenstadt eröffnet – vorzugsweise als Gemeinschafts- oder Gesamtschule mit gymnasialem Zweig.
  • Die Zusammenarbeit mit dem Saalekreis in der Schulentwicklungsplanung wird verbessert. Die Schulen in der Stadt bleiben Kindern aus dem Saalekreis nicht verschlossen. Kostendeckende Gastschulbeiträge werden vereinbart. Das sichert auch den Bestand von unseren Schulen in Randlagen.
  • Allein seit dem Jahr 2010 flossen über 10 Millionen Euro aus Fördertöpfen der Europäischen Union und des Landes in unsere Schulen. Dieser erfolgreiche Weg wird fortgesetzt. Die Schulen und Kindertagesstätten werden weiter Schritt für Schritt saniert und die Instandhaltung wird gesichert. Eine zeitgemäße technische Ausstattung wird gewährleistet. Dafür wird die Stadt auch weiterhin Fördermittel einwerben. Neben dem Landesprogramm Stark III sind beispielsweise auch Fördertöpfe der Europäischen Union im Auge zu behalten.
  • Die Theater, Oper und Orchester GmbH bietet den Kindertagesstätten und Schulen mehr und neue Möglichkeiten der Begegnung an.
  • Gut ausgestattete öffentliche Bibliotheken sind für alle Altersstufen ein bedeutender Bestandteil einer zukunftsfähigen Kommune. Die bestehende Struktur der Bibliotheken bleibt erhalten. Weitere Kürzungen wird es nicht geben.
  • Halle bleibt bedeutende Hochschulstadt mit einer Volluniversität. Hierzu gehört insbesondere auch der Erhalt der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums.
  • Die Leopoldina ist für Halle von großem Wert. Ihre internationale Bedeutung birgt für unsere Stadt große Potenziale. Die Kooperation zwischen Leopoldina, Universität und Stadt wird weiter vorangetrieben.

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