Wahlprogramm

POTENTIALE NUTZEN – HALLES WIRTSCHAFT AUSBAUEN

Im Vergleich zu anderen Städten hat Halle wesentlich geringere Steuereinnahmen. Zudem ist die Pro-Kopf-Verschuldung mit 1.380 Euro deutlich höher als in anderen Städten.

Die Arbeitslosigkeit hat sich in den letzten zehn Jahren halbiert. Gleichzeitig ist erfreulicher weise die Zahl der Beschäftigten gestiegen. Dennoch ist Arbeitslosigkeit für mehr als 10.000 Hallenserinnen und Hallenser noch immer ein großes Problem. Noch immer sind 20.000 Bedarfsgemeinschaften auf Hartz IV angewiesen, weil kein Job gefunden wird oder die Bezahlung nicht zur Sicherung des eigenen Lebensunterhalts ausreicht. Hier sehen wir dringenden Handlungsbedarf.

Wirtschaft und Arbeit sind Grundpfeiler einer gesunden Stadtentwicklung. Die Stadt selbst kann keine Arbeitsplätze schaffen. Die Stadtverwaltung kann jedoch durch ein attraktives Wirtschafts- und Ansiedlungskonzept entsprechende Anreize setzen. Und eine starke Wirtschaft kann auf Dauer gute Arbeitsplätze schaffen. Dabei liegen uns Unternehmen der Wissenswirtschaft ebenso am Herzen wie kleine und mittelständische Unternehmen in Gewerbe und Dienstleistung sowie die Industrie.

Unser Anspruch:

  • Die Stadt wird ein nach festen Zielen und Kriterien definiertes Wirtschaftskonzept erstellen, das regelmäßig überarbeitet und angepasst wird. Darin wird auch geregelt, welche wirtschaftlichen Schwerpunkte die Stadt setzt und wie diese erreicht werden sollen. Das Industriegebiet „Star Park“ wird eine zentrale Rolle einnehmen.
  • Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung in den kommenden Jahren wird die Pflege des Bestandes an jungen Unternehmen sein. Von deren Entwicklung geht dynamisches, beständiges und sicheres Wachstum der städtischen Wirtschaft aus.
  • Mit einer Ansiedlungspolitik, die auch hochwertige Arbeitsplätze im Blick hat, sollen Studierende auch nach dem Abschluss in der Region gehalten werden. Attraktive Arbeitsplätze und ein sicheres Einkommen sind die besten Garanten dafür, dass junge Menschen unserer Stadt erhalten bleiben.
  • Wir wollen eine aktive Wirtschaftspolitik, die in Halle ein investitionsfreundliches Klima schafft. Eine Willkommenskultur für Gründerinnen und Gründer sowie Unternehmerinnen und Unternehmer hat dabei einen besonderen Stellenwert.
  • Der Technologiepark „weinbergcampus“ wird weiter ausgebaut. Forschungsergebnisse sollen vor allem vor Ort in marktfähige Produkte und Dienstleistungen umgewandelt werden. Diese Vernetzung nutzt dem Wirtschaftsstandort Halle. Bei der Neuansiedlung von Unternehmen ist auf die Vereinbarkeit von Wohngebiet und Ansiedlung zu achten.
  • Die Kompetenzen der zahlreichen, vielfältigen Wissenschaftseinrichtungen werden als „kreative Motoren“ der Stadtentwicklung genutzt. Die Stadt gestaltet die Rahmenbedingungen dafür, dass sich dieses kreative Potenzial entfalten kann.
  • Halle ist der Medienstandort im Land Sachsen-Anhalt. Wir bekennen uns ausdrücklich zur Medienwirtschaft als wichtige Zukunftsbranche und zum Bestand der Medienwissenschaften. Dem medienwirtschaftlichen Gründerzentrum MMZ kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu.
  • Die Aufwertung des Eisenbahnknotenpunktes Halle inklusive Güterbahnhof ist ein wichtiger wirtschaftlicher Fortschritt. Die Stadt wird dies mit eigenen Entwicklungsmaßnahmen – unter anderem Anbindung an den Nah- und Rad- und Straßenverkehr – begleiten.
  • Die Stadtwerke und die kommunalen Wohnungsunternehmen sind wichtige Gestaltungsinstrumente der kommunalen Daseinsvorsorge und wirtschaftlich starke, attraktive Arbeitgeber. Deshalb verbleiben sie vollständig im städtischen Eigentum. Ohne wirtschaftlichen Erfolg können sie die soziale und bauliche Entwicklung unserer Stadt nicht prägen. Deshalb wird auf die Balance von einer für die Stadtentwicklung wichtigen Gewinnabführung in den Stadthaushalt und notwendigen Zukunftsinvestitionen innerhalb der städtischen Beteiligungen selbst verstärkt geachtet.
  • Die Zusammenarbeit mit dem Saalekreis wird im Interesse eines langfristigen wirtschaftlichen Erfolges unserer Stadt und der sie umgebenden Region intensiviert.
  • Die Stadt wird weiter gezielt an der Verbesserung ihrer Bekanntheit und Außenwirkung arbeiten. Denn über die erfolgreiche Ansiedelung von Unternehmen an einem Standort entscheidet nicht zuletzt dessen Image. Halles Ausstrahlung als Händel-, Kultur- und Wissenschaftsstadt ist dabei ein wichtiger Faktor.
  • Als Mitglied im „Städtebund – Die Hanse“ wird Halle diese internationale Plattform und deren Netzwerke intensiv nutzen, um den Wirtschaftsstandort Halle zu stärken, Halle touristisch besser zu vermarkten und als Wissenschafts-und Kulturstadt bekannter zu machen.
  • Der Tourismus in Halle ist auf einem guten Weg. Der zukünftige Fokus wird dabei auf Halle als überregionaler Tagungsort gelegt.

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